AirPrint für iOS selber nachrüsten auf einem Orange Pi

Viele haben sicherlich zu Hause noch einen Drucker, welcher nicht über eine AirPrint Funktionalität für iOS verfügt. Wer von seinem iOS Gerät etwas drucken möchte, der muss dann entweder seine Datei auf einen PC übertragen oder sich einen neuen Drucker kaufen. Für wenig Geld lässt sich die AirPrint Funktionalität auf einem Orange Pi für viele Drucker nachrüsten.

Orange Pi

Hardware

Als Hardware habe ich mich für einen Orange Pi Zero mit 512MB Ram entschieden. Dieser kostet bei AliExpress** zwischen 11-13€ inklusive Gehäuse und Erweiterung. Wer das Gerät schneller haben möchte, der findet es auch auf Amazon** nur zu einem deutlich teureren Preis. Selbst im Leerlauf wird der Pi Zero schnell sehr heiß, daher empfehle ich gleich kleine Kühlkörper** mitzubestellen. Zusätzlich werden noch eine kleine MicroSD Karte** (8 GB reichen locker, meine 16GB SD Karte ist gerade mal zu 8% belegt) und ein Netzteil mit mindestens 500mAh benötigt. Da das Gerät über Wifi und Ethernet verfügt ist man auch sehr flexibel beim Auftsellungsort des Druckers. Alternativ würden natürlich auch ein Raspberry Pi oder andere Microcomputer funktionieren, sind in der Regel aber etwas teurer.

Betriebssystem

Startübersicht Orange Pi

Das passende Betriebssystem findet ihr auf folgender Downloadseite: http://www.orangepi.org/downloadresources/
Ich habe mich für Ubuntu entschieden, da auch meine anderen VMs unter Ubuntu laufen.
Das Image wurde mit Win32DiskImager auf die SD Karte kopiert.

ToDo

Als erstes verbinden wir uns per SSH mit dem Pi Zero. Username ist root und Passwort 1234
Mit folgenden Tool kann die Netzwerkkonfiguraqtion agepasst werden

sudo nmtui

Wie ihr automatische Updates für euer System aktiviert, findet ihr auf foglender Webseite: https://help.ubuntu.com/lts/serverguide/automatic-updates.html.en
Zunächst aber trotzdem manuell alle Updates installieren:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Anschließend den Drucker per USB Kabel anschließen, falls gewünscht, und den Server neu starten:

sudo reboot
USB Drucker gefunden in Ubuntu

Anschließend überprüfen ob der Drucker erkannt wurde:

lsusb

Als Nächstes Samba und CUPS installieren, sowie Rechte für den Print Service vergeben:

sudo apt-get install samba
sudo apt-get install cups
sudo usermod –a –G lpadmin pi

Danach per Browser auf die Admin-Oberfläche: http://<IP des Pi Zero>:631

CUPS Admin-Seite

Anschließend auf Drucker und Klassen hinzufügen klicken und den Drucker hinzufügen.
Danach am Besten eine Testseite drucken.

CUPS Druckerübersicht

Für AirPrint von iOS Geräten zuletzt noch folgenden Servie installieren und noch einmal rebooten:

sudo apt-get install avahi-discover
sudo reboot
iOS Drucken

Drucker für Windows sichtbar machen

Um den Drucker unter Windows verfügbar zu machen, werden noch einige Einstellungen in Samba benötigt.
Dazu öffnen wir die Konfigurations-Datei:

sudo nano /etc/samba/smb.conf

und fügen folgende Konfiguration hinzu bzw. verändern die gegebenenfalls Vorhande:

# CUPS printing. See also the cupsaddsmb(8) manpage in the
# cupsys-client package.
printing = cups
printcap name = cups
[printers]
comment = All Printers
browseable = no
path = /var/spool/samba
printable = yes
guest ok = yes
read only = yes
create mask = 0700

# Windows clients look for this share name as a source of downloadable
# printer drivers
[print$]
comment = Printer Drivers
path = /usr/share/cups/drivers
browseable = yes
read only = yes
guest ok = no

Die Datei speichern und den Service einmal durchstarten:

sudo /etc/init.d/samba restart

Jetzt kann man den Server und Drucker auch im Windows Netzwerk finden.

Windows Netzwerkübersicht

Schlusswort

Der Treibersupport für Epson und HP Geräte ist relativ gut, bei Kyocera z.B. werden einige Modelle nicht mit Treibern versorgt.
Wer den Pi Zero etwas mehr auslasten möchte, der kann z.B. noch ein PiHole installieren und damit unschöne Werbung auf seinen Geräten loswerden

Quellen:
https://www.geekonthepc.com/2016/07/10/guide-make-almost-any-printer-airprint-compatible-with-a-raspberry-pi-in-20-minutes/

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Stefan

Stefan

IT Consultant für Microsoft Cloud Produkte, der gerne in seiner Freizeit am SmartHome arbeitet und optimiert.

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